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TRANSIBERICO RALLYE 2008

  • Transiberico 2008
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28.05.2008 - Auf spanischem und portugiesischem Grund liefert sich BMW-Pilot Nasser Al Attiyah einen Kampf gegen die Mitsubishi-Konkurrenz in Überzahl..

Zweiundfünfzig Teams haben in der Woche vom 20. Bis zum 25.Mai 2008 das Abenteuer Transiberico in Angriff genommen. Mit von der Partie bei der anspruchsvollen Rallye, die durch Spanien und Portugal führt sind die Topteams wie X-raid BMW-Team mit den Paarungen Nassser Al Attiyah/ Tina Thörner und Orlando Terranova/ Lee Palmer sowie 3 Fahrerduos aus dem Rennstall Mitsubishi. Am Steuer eines Pajero Evolution nehmen Stephane Peterhansel/ Jean-Paul Cottret und Luc Alphand/ Gilles Picard Platz, komplettiert wird das Mitsubishi Team mit Nani Roma / Lucas Cruz in einem dieselbetriebenen MPR14. In fünf Renntagen gilt es für das Fahrerfeld rund 1500 km Wertungsprüfung zu überwinden, noch mal eine Steigerung im Gegensatz zum Vorjahr.

1.Etappe, 21.Mai : Mafra- Estoril
45 Km insgesamt, 7,38 km Wertungsprüfung
Bei angenehmen 25 Grad und Sonnenschein fiel heute der Startschuss für die Rallye Transiberico 2008. Auf dem 7 km langen Prolog auf hügeligem Terrain konnte sich das BMW-Duo Nasser al Attiyah / Tina Thörner mit 6 Minuten und 4 Sekunden Fahrzeit den ersten Platz sichern. Innerhalb der ersten sechs Teams befinden sich auch Luc Alphand, Stephane Peterhansel und Nani Roma, alle innerhalb von 11 Sekunden Reichweite auf die Führung – es verspricht also eine spannende Rallye zu werden, wenn es am morgigen Tag richtig losgeht!

1 Nasser Al-Attiyah -Tina Thörner BMW X3 CC00:06:04.0
2 Miguel Barbosa -Miguel Ramalho Proto Dessoude 00:06:07.0
3 Luc Alphand -Gilles Picard Mitsubishi Pajero Evo 00:06:11.0
4 Stéphane Peterhansel -Jean-Paul Cottret Mitsubishi Pajero Evo 00:06:12.0
5 Filipe Campos Jaime Baptista BMW X3 CC 00:06:13.0

2.Etappe, 22.Mai: Estoril – Castelo Branco
814 km insgesamt, 414 km Wertungsprüfung
Auf der ersten längeren Etappe führte die Strecke nahe der spanischen Grenze über rund 400 km über bergiges, bewaldetes Gelände. Dabei war den Fahrern vor allem der Staub hinderlich, der in der Luft hing und der die Sicht während der Etappe erschwerte. Eine große Enttäuschung gab es für BMW, das so gut in die Rallye gestartet war: Nasser Al Attiyahs BMW X3 CC geriet bei Tempo 90 ins Schlingern und mit gebrochener Bremsscheibe kam der Quatari nur noch auf de 13. Rang. Für Mitsubishi lief der Tag hingegen sehr erfolgreich und nach der ersten Runde belegten die Mitsubishi Duos die ersten drei Plätze, die Nase vorn im internen Ranking hatte Stephane Peterhansel der sich begeistert über das Rennen äußerte:“ Es hat total Spaß gemacht, die Pisten entlang zu rasen. Nur der Staub hat es teilweise echt schwer gemacht, weil kein Wind geweht hat, der ihn hätte wegpusten können.“ Auf der Runde am Nachmittag gelang es dann überraschender Weise Nani Roma im MPR14, die Führung zu übernehmen, der erste Etappensieg für den neuen Prototypen.

1 Joan Roma -Lucas Cruz Mitsubishi Pajero Evo 05:19:00.0
2 Luc Alphand -Gilles Picard Mitsubishi Pajero Evo 05:19:28.0
3 Stéphane Peterhansel -Jean-Paul Cottret Mitsubishi Pajero Evo 05:20:38.0
4 Orlando Terranova -Lee Palmer BMW X3 CC 05:34:39.0
5 Filipe Campos Jaime Baptista BMW X3 CC 05:35:30.0

3.Etappe, 23.Mai: Castelo Branco- Badajoz
651,14 km insgesamt, 281 km Wertungsprüfung
Nach nächtlichen Regengüssen sanken die Temperaturen heute auf 14 Grad. Weil der heftige Regen die Strecke auf großen Teilen extrem aufgeweicht hatte, entschloss sich die Organisation, die Etappe auf 70 km zu verkürzen. Kurz nachdem eine spannende Jagd zwischen Roma, ,Peterhansel und Al Attyiah begonnen hatte, gerieten Stephane Peterhansel und sein Co-Pilot Jean-Paul Cortrett in Schwierigkeiten: Im Wald kamen sie von der Fahrbahn ab , zum Glück hatte nur der Wagen geringe Schäden zu verzeichnen, die Crew blieb unverletzt. Dennoch dauerte es über eine Stunde, das Auto auf die Piste zurück zu hieven und das Mitsubishi- Duo verlor kostbare Zeit. Nani Roma behauptete seine Führung in der Gesamtwertung mit einem zweiten Platz auf der Etappe:“ Das war eine schwierige Etappe mit rutschigem Boden. Außerdem war es für uns noch härter, weil wir als erste auf die Strecke gingen und so keine Spuren hatten, denen wir folgen konnten. Aber wir sind gut durchgekommen und das Auto läuft sehr gut!“ Den Etappensieg erkämpfte sich Nasser Al Attiyah, der nach seinem gestrigen Unfall aufs Gaspedal trat, um die verlorene Zeit gutzumachen.

1 Nasser Al-Attiyah -Tina Thörner BMW X3 CC 02:07:55.0
2 Joan Roma -Lucas Cruz Mitsubishi Pajero Evo 02:10:15.0
3 Luc Alphand -Gilles Picard Mitsubishi Pajero Evo 02:10:16.0
4 Miguel Barbosa -Miguel Ramalho Proto Dessoude 4x402:13:48.0
5 Pedro Grancha Luis Ramalho Nissan Navara Off 02:18:39.0

4.Etappe, 24. Mai: Badajoz – Evora
590,07 km insgesamt, 408 km Wertungsprüfung
Nach dem Wettereinbruch am vorigen Tag, konnten sich die Teilnehmer wieder über sonnige und warme Bedingungen am Start freuen. Das Terrain wechselte von hügeligem Gelände zu sandigeren Abschnitten und trockenerem Grund. Wieder einmal überzeugte Nasser Al Attiyah mit seiner guten Form und arbeitete sich bis auf Platz zwei vor, während Luc Alphand und Gilles Picard die Spitze der Transiberico übernehmen. Nani Roma büßte wertvolle Minuten ein, da der Pajero Diesel Probleme mit einem defekten Zahnriemen der Servolenkungspumpe Mucken machte – in der Gesamtwertung fiel Roma weit zurück. Auf der morgigen Etappe wird Nasser AL Attiyah mit Sicherheit noch einmal versuchen, den mit 5 Minuten führenden Luc Alphand anzugreifen!

1 Nasser Al-Attiyah -Tina Thörner BMW X3 CC 04:55:28.0
2 Luc Alphand -Gilles Picard Mitsubishi Pajero Evo 05:02:03.0
3 Stéphane Peterhansel -Jean-Paul Cottret Mitsubishi Pajero Evo 05:14:02.0
4 Filipe Campos Jaime Baptista BMW X3 CC 05:14:49.0
5 Miguel Barbosa -Miguel Ramalho Proto Dessoude 4x4 05:22:35.0

5. Etappe, 25.Mai: Evora- Estoril
642 km insgesamt, 330 km Wertungsprüfung
Wie erwartet versuchte Nasser Al Atiiyah am letzten Renntag dem Mitsubishi-Fahrer Alphand den Sieg streitig zu machen, aber der komfortable Vorsprung ließ sich nicht mehr einholen. Obwohl der Qatari die Etappe für sich entschied, gewann Luc Alphand die Transiberico 2008 mit 35 Minuten Vorsprung vor seinem Kontrahenten. Stephane Peterhansel und Jean-Paul Cortrett sicherten sich den dritten Platz auf dem Podium. Enttäuscht war sicherlich Nani Roma, der ohne die Mechanik- Probleme am Samstag sicher Chancen auf den Sieg gehabt hätte und das beim erst zweiten Renneinsatz des MPR 14. Aber auch BMW hätte durchaus Chancen gegen die Übermacht von Mitsubishi gehabt, wäre der Unfall vom vierten Renntag nicht gewesen. Dennoch zeigte sich Teamchef Sven Quand zufrieden:“ Wir haben gezeigt, dass wir ehrgeizig sind, ganz besonders mit Nasser am Steuer, der vier Etappen für sich entscheiden konnte!“

1. Luc Alphand (MITSUBISHI PAJERO/MONTERO EVOLUTION) 16:25:28
2. Nasser Al-Attiyah (BMW X3 CC) 17:01:14
3. Filipe Campos (BMW X3 CC) 17:11:25
4. Helder Oliveira (NISSAN PATHFINDER)17:33:54
5. Stephane Peterhansel (MITSUBISHI PAJERO/MONTERO EVOLUTION)17:38:33

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