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Grand Erg 2008 - Die letzten Vorbereitungen laufen!

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15.04.2008 - Rallye-Adventure im Gespräch mit Jörg Russler, Rallye-Leiter und Dr. Simon Hopf, leitendem Rallye-Arzt der GRAND ERG die vom
1. – 10. Mai 2008 stattfindet.

Gespräch mit Jörg Russler,
Rallye-Leiter der Grand Erg

Rallye-Adventure: „Herr Russler, warum wurde so kurz vor Rennbeginn die Rallye-Route noch einmal verändert?“
Jörg Russler: „Am ersten Aprilwochenende hat sich das gesamte Organisationsteam zu einem abschließenden Meeting getroffen- unter anderem stand auch die Streckenplanung auf dem Programm. Wir haben beschlossen, dass die Rallye nicht durch das südliche Sperrgebiet nach El Borma fährt, wegen der jüngsten Entführung zweier Österreicher in der Region. Es gibt zwar keine Reisewarnung von der deutschen Botschaft, aber eine aus Österreich. Da die politische Entwicklung zwischen Österreich und Tunesien nicht vorhersehbar war und ist, wurde die Route geändert, damit es in Tunesien keine Verwirrung mit den österreicherischen Teilnehmern gibt.“
Rallye-Adventure: „Wie genau sieht die Organisation des Rennes aus? Welcher Aufwand steckt dahinter?“
Jörg Russler: „Sicherheit steht bei uns an oberster Stelle. Es wurde wie jedes Jahr ein detaillierter Orga-Plan erstellt, der ganz genau klärt, wer, wann und wo an der Strecke zu stehen hat. Wir haben einen Rallyetross von 50 Teilnehmern, 20 Touristen, 80 Organisations-mitgliedern und 10 Personen, die mit der medizinischen Versorgung beauftragt sind.“
Rallye-Adventure: „80 Organisations-Mitglieder, das klingt viel – Wieso sind so viele Crew-Mitglieder nötig?“
Jörg Russler: „Es ist uns wichtig, jeden Streckenposten mit mindestens 2 Autos zu besetzen, damit wir für jeden Ernstfall gerüstet sind, auch wenn wir natürlich hoffen, dass es keine Ausfälle geben wird!“
Rallye-Adventure: „Und wie funktioniert die Kommunikation?“
Jörg Russler: „Alle Streckenposten verfügen über Satelliten-Telefone - so sind alle untereinander und auch mit mir und meinem stellvertretendem Rennleiter zu jeder Zeit verbunden.“
Rallye-Adventure: „Danke für das Gespräch und eine erfolgreiche Rallye!“


Interview mit Dr. Simon Hopf, leitendem Rallye-Arzt der Grand Erg

Rallye-Adventure: „Dieses Jahr werden Sie zum ersten Mal als medizinischer Leiter an der Rallye Grand Erg teilnehmen- Wie kamen Sie zum Motorsport?“
Dr. Simon Hopf: „Ich interessiere mich schon lange für den Offroad-Sport! Seit einem halben Jahr beschäftige ich mich mit dem Aufbau eines Teams mit geeigneten Fahrzeugen, das bei der Rallye Grand Erg dabei ist. Ich freue mich schon sehr darauf, das Rennen live mit zu erleben!“
Rallye-Adventure: „Wo war Ihr erster Rallye- Einsatz?“
Dr. Simon Hopf: „An Ostern durfte unser neues Medical Team die Baja Saxonia begleiten. Dort kam auch unser Intensiv-Mobil 4x4 MAN zum Einsatz, der über eine voll ausgerüstete Krankenstation an Bord verfügt:“
Rallye-Adventure: „Wie setzt sich ihr Team für die Grand Erg zusammen?“
Dr. Simon Hopf: „Die Fahrzeuge sind mit 10 Personen besetzt: 4 Ärzte, darunter ein Chirurg, zwei Anästhesisten und ein Notarzt. Diese werden von 6 ausgebildeten Sanitätern unterstützt, allesamt langjährige Bergwacht-Retter, also an Außeneinsätze gewöhnt. Außerdem gibt es eine Direktversorgung auf der Strecke: Neben unserer „Basis-Station“ MAN werden zwei Landrover, ein Toyota und ein Scam zwischen den Teilnehmern auf der Strecke unterwegs sein und, wenn benötigt, medizinische Versorgung leisten. Die Autos verfügen neben dem üblichen Notarzt-Equipment über 5 Beatmungsgeräte, 5 EKG, 3 Defibrillatoren und sind alle mit Vakuum-Matratze ausgestattet. Wir alle sind über Satelliten-Telefone vernetzt. Eine weitere Neuerung ist eine medizinische Abnahme - schließlich müssen nicht nur die Autos gut in Schuss sein!“
Rallye-Adventure: „Das klingt ja sehr professionell! Was genau haben Sie dabei im Sinn?“
Dr. Simon Hopf: „Wir wollen die medizinische Versorgung optimieren! Daher haben wir einen medizinischen Fragebogen erarbeitet, auf dem jeder Teilnehmer Medikamente, bestehende Allergien und die Adresse seines Hausarztes notiert, so wie es die „großen“ Veranstalter eben auch nicht ohne Grund durchziehen . Auf der Fähre muss jeder Fahrer zudem einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Alle teilnehmenden Autos müssen mit Satelliten-Telefon und Verbandskasten plus vorgeschriebener Zusatz-Medikation ausgestattet sein. Und nicht zuletzt hat uns der Ehrgeiz, eine perfekte Versorgung zu garantieren auch auf die Idee mit dem medizinischen Roadbook gebracht: jeden Abend werden wir im Fahrerlager unterwegs sein und uns nach dem Befinden der Teilnehmer erkundigen sowie am Aushang die jeweilige Nacht-Bereitschaft, je ein Arzt plus ein Sani, bekanntmachen. So können wir ganz gezielt etwaige Beschwerden behandeln und es kann zu keiner Zeit ein Engpaß an medizinischen Ansprechpartnern entstehen.“
Rallye-Adventure: „Na, dann hoffen wir, dass Ihre professionellen Dienste nicht nötig sein werden und wir ein unfallfreies Rennen genießen können!“

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