Die Gerüchteküche brodelt - Neue Dakar Rallye Serie in Aussicht?
Kaum haben Veranstalter und Teilnehmer die Absage der diesjährigen Dakar Rallye wegen der Terroranschläge in Mauretanien verarbeitet, schon rumort es in der Rennszene erneut. Fest steht, dass es die Dakar Rallye in ihrer bisherigen Form in naher Zukunft nicht mehr geben wird.
Die Frage, wie ein Ersatz für das legendäre Rennen aussehen könnte, beschäftigt vor allem die ASO- Organisation:
Man möchte eine eigene Dakar Serie ins Leben rufen.
Ende Oktober letzten Jahres versuchte die Organisation bereits, der NPO die Rechte an der Tunesien- und der Marokko-Rallye abzukaufen, allerdings unter der Bedingung, dass Chefeigentümer Cyril Neveu seinen Posten verlässt. Es schien bereits alles unter Dach und Fach, aber drei Tage vor der geplanten Pressekonferenz zum Thema, überlegte es sich die NPO noch einmal anders: Neveu sprang ab und suchte sich einen neuen Partner: Eine Rallye in Marokko und Tunesien war somit für die ASo nicht mehr durchführbar.
Die ASO zeigte sich schwer enttäuscht, nun " hat der Kampf ASO gegen NPO begonnen".
Mit besonderer Spannung blickt man deshalb auf den 4.2., den kommenden Montag, an dem eine Stellungnahme der ASO über die Zukunft der Rallye erwartet wird.
Schon fest steht, dass es eine Rallye in Ungarn und Rumänien geben wird. Da dieser 7 Tage Event allerdings Ende April stattfinden würde, kollidiert der Termin mit der Optic Tunesien Rallye - unweigerlich würde dies einen Gewissenskonflikt innerhalb der Teams nach sich ziehen: Entscheidet man sich für die Dünen Tunesiens und einen FIA- Event oder für das ASO- Rennen in Ungarn/Rumänien? Als Entscheidungshilfe wäre zwar mit einem Niedrigpreiskampf um die Startgelder zu rechnen, dennoch scheint dieser Vorschlag keineswegs zufriedenstellend.
Spekuliert wird in Insiderkreisen ebenfalls, ob das zweite Rennen aus der neu zu gründenden Dakarserie nicht vielleicht in Portugal stattfindet.
Unter französischen Journalisten hält sich hartnäckig das Gerücht, es wäre ein Dakarersatz im Januar geplant, entweder in Südamerika oder Südafrika- da man von einer einmonatigen Verschiffung der Fahrzeuge spricht, sei wohl ein Rennen in Südamerika wahrscheinlicher. Wenn nämlich der Fahrzeugtransport schon im Dezember von statten gehen müsste, wäre wohl der UAE- Desert-Challenge in Dubai das Wasser abgegraben! Andererseits steht so natürlich die Frage im Raum, ob nicht die Rallye Por-las-Pampas durch ein ASO Rennen in Südamerika ihre Berechtigung verliert.
Die ASO Pläne drohen 3 großen Rennen ( Tunesien, Dubai, Por-las-Pampas) den Rang abzulaufen: Bedeutet dies das Ende für den FIA-Cross-Country World Cup?
Man darf auch gespannt sein, ob die ASO eine Dakar Serie mit eigenen Regeln auflegt oder sich mit dem größten Motorsportverband FIA auf ein gemeinsames Reglement einigt. Großen Einfluss auf diese Entscheidung werden mit Sicherheit auch die großen Teams wie VW, X-Raid, Mitsubishi und Dessoude nehmen.
Um das summende Bienennest der Pressejournalisten zur Ruhe zu bringen, wartet man nun gespannt auf die beiden kommenden Pressekonferenzen am Montag und Dienstag. Natürlich halten wir Sie über die aktuellsten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Absage der Dakar 2008
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