3. Rallye Transiberico
1. Weltcup-Sieg für das VW-Team Sainz/Périn
Auch dieses Jahr fand wieder vom 31. Mai – 03. Juni die Rallye Transiberico auf dem portugiesischen Festland statt. Eine Gesamtlänge von 2200km galt es zu meistern.
Die Rallye begann mit einer Super-Special in Mafra und führte dann über Badajoz, Evora zurück nach Estoril, wo am 3. Juni um 23.00 Uhr die Siegerehrung stattfand. Wegen der bevorstehenden Wahlen in Spanien fanden die Wertungsprüfungen ausschließlich in Portugal statt, allerdings gab es eine 200km lange Verbindungsetappe durch Spanien und das Etappenziel des zweiten Rallye-Tages lag in Badajoz, Spanien.
Anders als bei Wüsten-Rallyes ist in den Wäldern Portugals nicht die reine Orientierung gefordert. Es gibt viele markante Orientierungspunkte wie Häuser und Straßen. Bei dieser Rallye geht es also um das präzise Ansagen von Abzweigen und Gefahrenstellen auf der Strecke. Da die Prüfungen doppelt gefahren werden, ist es hier Aufgabe der Co-Piloten das Roadbook beim ersten Durchgang möglichst gut zu ergänzen, so dass die zweite Runde optimal gefahren werden kann.
1. Etappe (Prolog): Mafra (P) – Estoril (P)
Heute wird die Startposition für die erste Etappe festgelegt. „Es ist wichtig, hier unter die Top 10 zu fahren, weil das Überholen auf den sehr engen Strecken in den Wäldern sehr schwierig wird. Außerdem ist bei einer späteren Startposition die Sicht wegen dichter Staubwolken eingeschränkt“, so VW „Privat-Fahrer“ Carlos Sousa.
Volkswagen hat dann auch schließlich nach dem 7km langen Prolog die Führung übernommen. Carlos Sainz/Michel Périn fuhren im VW Race Touareg mit 4, 7 Sekunden Vorsprung die Bestzeit vor dem Nissan-Piloten Colin McRae. Der Portugiese Carlos Sousa und sein deutscher Copilot Andreas Schulz belegten im Race Touareg 2 des Team Lagos Platz 11.
2. Etappe: Estoril (P) – Badajoz (S)
Gesamtstrecke: 890km
Die zu absolvierende Strecke ist kurvig und eng, von, von daher bedarf es heute des Fingerspitzengefühls der Fahrer.
Carlos Sainz und Copilot Michel Périn bauten mit dem zweiten Tagessieg ihre Führung auf 1.42 Minuten aus. Sainz, der am Freitag im Prolog die Spitzenposition erobert hatte, fuhr auf der ersten 189km langen Prüfung am Samstag die zweitschnellste Zeit und blieb mit 0,5 Sekunden Vorsprung vorn. Im zweiten Durchgang gelang ihm eine souveräne Bestzeit. Teamkollege Carlos Sousa rückte mit Copilot Andreas Schulz durch Platz 3 in der Tageswertung im Gesamtklassement vom 11. auf den 3. Platz vor.
Ein zunehmendes Problem für Fahrer und Copilot ist die Hitze: „Auf den letzten 50 Kilometern hat mir die Hitze schwer zu schaffen gemacht....“, so Carlos Sousa.
Die Spanier Roma/Cruz auf ihrem Mitsubishi Pajero Evolution ließen sich jedoch nicht beirren und blieben Sainz/Périn dicht auf den Fersen. Durch eine Reifenpanne wurden sie jedoch kurzzeitig außer Gefecht gesetzt und verloren so kostbare Zeit. Die Franzosen Alphand/Piccard ebenfalls mit einen Pajero Evo mussten auch Zeit einbüßen, nachdem ihre Steuerung durch einen Zusammenstoß mit einem Felsen beschädigt wurde.
3. Etappe: Badajoz (S) – Evora (P)
Gesamtstrecke: 612km
Aller guten Dinge sind drei...
Mit dem dritten Tagessieg in Folge bauten Sainz/Périn im VW Race Touareg ihren Vorsprung bei der Rallye Transiberico auf 5.18 Minuten aus. Auf der mit insgesamt 440 gezeiteten Kilometern längsten Etappe von Badajoz in Spanien nach Evora in Portugal lag Carlos Sainz in beiden Wertungsprüfungen deutlich vorn. Somit gehen eine Tag vor Ende der Rallye alle Etappen auf das Konto von Sainz und VW. Carlos Sousa hingegen verlor auf der ersten Wertungsprüfung 30 Sekunden an einer Wasserdurchfahrt, festigte dennoch seinen 3. Platz in der Gesamtwertung.
VW Motorsport Direktor Kris Nissen sagte abschließend: „Wir hatten einen erfolgreichen, aber auch hektischen Tag. Carlos Sainz hat hart gekämpft und die Etappe gewonnen. Weil ab Mitte der zweiten Prüfung seine Trinkflasche nicht richtig funktionierte, konnte er nicht genug trinken und musste sich wegen Dehydrierung behandeln lassen. Die Autos laufen perfekt und das Team hat einen super Job gemacht.“
Alphand/Piccard hatten wieder etwas Pech, als sie mit ihrem Mitsubishi Pajero in einem sumpfigen Wasserloch stecken blieben, was wiederrum zu einem Zeitverlust von etwa 10 Minuten führte.
4. Etappe. Evora (P) – Estoril (P):
Gesamtstrecke: 300km
Wer hätte das gedacht, auch der 4. Tagessieg geht an die Dreamboys Sainz und Périn.
Vorläufiges Endergebnis Rallye Transiberico:
| Pos. |
Team |
Fahrzeug |
Gesamtzeit |
| 1. |
Carlos Sainz/Michel Périn (S/F) |
VW Race Touareg 2 |
13:33.41 Std. |
| 2. |
Joan Roma/Lucas Cruz (S/S) |
Mitsubishi Pajero Evolution |
13:41.00 Std. |
| 3. |
Carlos Sousa/Andreas Schulz (P/D) |
VW Race Touareg 2 |
13:56.40 Std. |
| 4. |
Luc Alphand/Gilles Piccard (F/F) |
Mitsubishi Pajero Evolution |
14:14.06 Std. |
Artikel vom 05.06.2007