Motor & Sport

KTM-Werksfahrer schwer verletzt

  • Isidre Esteve Pujol
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Der spanische Motocross-Pilot Isidre Esteve Pujol wurde am 24.03.07 nach einem Sturz bei der Baja Amanzora in der spanischen Provinz Almeria mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus in Barcelona eingeliefert. Zwar ist er außer Lebensgefahr, es besteht jedoch die Gefahr einer Querschnittslähmung.

In einer Kurve hatte der erfahrene KTM-Fahrer die Kontrolle über sein Motorrad verloren und war gestürzt. Nach dem Aufprall hatte Esteve kein Gefühl mehr in Hüfte und Beinen gehabt. Die Ärzte bestätigten eine Lungenquetschung, diverse Rippenbrüche, gebrochene Wirbel und eine Stauchung.

Marc Coma, Sieger der nationalen Baja Almanzora bei der Exteve gestürzt war, verzichtete spontan auf die Siegerehrung und fuhr direkt in Krankenhaus, um sich persönlich über den Zustand seines Freundes zu informieren.

News-Update: 31.03.2007
Isidre Esteve Pujol wurde am Freitag (30.03.07) in Barcelona operiert. Die behandelnden Ärzte beschrieben die Situation als sehr ernst. Der 7te und 8te Wirbel sind gebrochen und Esteve ist zur Zeit von der Hüfte abwärts gelähmt, kann aber sprechen und selbstständig essen. Der weitere Verlauf der Behandlung kann noch nicht bestimmt werden, dazu muss die Entwicklung abgewartet werden.

Isidre hat bei dem Unfall sowohl einen Nacken-, wie auch einen Rückenprotektor getragen, die beide die tragischen Folgen dieses Sturzes nicht verhindern konnten.

Er war mit einer 525 KTM und nicht mit seiner Rallye-Maschine in einem trockenen Flußbett unterwegs. Bei sehr hoher Geschwindigkeit ist er dabei auf einen großen Stein aufgefahren und über den Lenker abgestiegen. Isidre vermutet, dass die Maschine auf ihn gestürzt ist und die schweren Verletzungen verursacht hat.

News-Update: 20.04.2007
Nach der Operation wurde Esteve ein spezielles elektronisches Gerät implantiert um die Regeneration seiner Rückenmarksverletzung zu verbessern. KTMs Sportberater Heinz Kinigadner: "Die Chancen sind klein, aber wir haben zumindest das Gefühl, alles menschenmögliche getan zu haben um die Situation von Isidre zu verbessern". Diese Operation muss innerhalb von 18 Tagen nach einem Unfall durchgeführt werden. Das war bei Isidre nicht unproblematisch, da er durch einen Virus mit Fieber kämpfte, was eine häufige Begleiterscheinung von Wirbelsäulenverletzungen ist.

Isidre hat das Bett verlassen können und kann einen Rollstuhl nutzen. Laut Kinigadner ist seine Stimmung positiv und alle Beteiligten hoffen auf einen Erfolg der Behandlung.

News-Update: 05.08.2007
Isidre Esteve als Co-Kommentator bei der Baja Spanien
Der sechsfache Sieger der Baja Aragon, Isidre Esteve, der seit Anfang des Jahres durch einen verheerenden Sturz im Rennen bis zur Brust querschnittsgelähmt ist, zeigte sich erstmals wieder in der Motorsportszene. Zur Freude aller, co-kommentierte er das Renngeschehen und erntete Respekt und Beglückwünschungen von Kollegen und Publikum dafür, dass er die mentale Stärke aufbrachte, sich wieder guter Dinge an eine Rennstrecke zu begeben. Bei seinem Unfall im Frühjahr hatte Isidre Esteve Glück im Unglück: Haarscharf schrammte der Spanier an einer Querschnittslähmung bis zum Kopf vorbei. Mit Hilfe der „Wingsforlife – Stiftung“ und Ärzte aus den USA, sollte eine Operation, bei der ein Sensor ins geschädigte Rückenmark implantiert wird, die Spätfolgen mindern. Doch der durch diverse Infekte geschwächte Esteve konnte allerdings erst nach einiger Zeit für einen so schweren Eingriff stabilisert werden und die dadurch zu späte OP zeigte keinen Erfolg mehr. Umso wichtiger war in dieser schweren Zeit seine Lebensgefährtin: „Mit der Hilfe meiner Freundin, die täglich Übungen mit mir machte und mich auch psychisch wieder aufbaute, ging es mir Tag für Tag besser." Wie stabil der Spanier sich trotz seines neuen Lebens im Rollstuhl fühlt, konnten alle Teilnehmer und Zuschauer an diesem Juilwochende bei der Baja Aragon in Spanien erfreut zur Kenntnis nehmen.

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