Motor & Sport

Grand-Erg-Rallye 2007 - persönlichen Eindrücke

Nach über 10 Jahren im internationalen Rallye-Sport ist mir bei dieser Amateur-Rallye folgendes aufgefallen:

- Alle Teilnehmer hatten an ihren Hotelzimmer-Türen ihre Startnummer mit einem Willkommensgruss.

- Auf den Rallyeausweisen waren zusätzlich alle relevanten Notfallnummern aufgelistet.

- Neben der Rennleitung waren alle Kontrollpunkte mit Satellitentelefonen ausgestattet.

- Der Einsatz des Besenwagens “Graue Eminenz“ war stets schnell und verlässlich. Er holte auch noch die Letzten aus der Wüste.

- Es gab 2 Sanitärwagen, die immer mitten im Geschehen, unter den Teilnehmern, auf der Strecke waren.

- Das Biwag war auf einem großen Plateau mit einer eigenen Quelle. Dort gab es 2 große Duschzelte mit Böden (für mich die besten Duschen, die ich je während einer Rallye gesehen habe), extra aufgestellte Toilettenhäuschen und sogar eine eigene Spritversorgung für alle Fahrzeuge. Es gab einen ausgezeichneten Cateringservice von Karl Schreck, Achim Podroschko und Joachim Hacker. Sie organisierten im Biwag sowie beim Grillnachmittag am Hotel ein tolles Essen. Es gab reichlich Steaks, Würste und sogar echtes Reichsdorf Kölsch. Einmal war der Salat so gefragt, dass sogar in Douz Nachschub geordert werden musste.

- Es gab täglich vor der Abfahrt ein Lunchpaket, u.a. mit Bananen und ausreichend viel Getränken. Insbesondere fand ich die neue Produktlinie „MOMENTS“, von der Firma Gerolstein, die die Gebrüder Boecken in die Wüste transportiert hatte, sehr durstlöschend und erfrischend.

- Besonders hervorzuheben ist auch der von der Organisation angebotene Physiotherapie- und Massageservice.der täglich für alle Teilnehmer zu Verfügung stand. Ein wahrer Luxus,den eigentlich nur die Werkteams im Tross mit sich führen.

- Der Cheforganisator Jörg Russler hat mit seiner unorthodoxen Art und Weise das ganze Team zusammen gehalten und geleitet. Im Vorfeld ließ er nicht locker, wenn Unterlagen fehlten. Die Streckenposten waren sehr gut organisiert. Anja Riede-Russler und Ekki Schönleiter sind ebenfalls zu loben, da sie immer übersichtliche und genaue Auswertungslisten erstellt haben. Ekki Schönleiter hat darüber hinaus Lichtschranken an jedem Ziel aufgebaut, um eine genaue Zeitnahme zu garantieren. Das Streckenprofil, welches aus schnellen Passagen, Dünen und auch Trialstrecken bestand,  war abwechslungsreich und interessant ausgesucht worden. Das gesamte Orga-Team war sehr freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit. Das Design der Siegerpokale war sehr individuell gestaltet. Das Sandblech mit dem Rad aus Metall war anlassbezogen und schön. Zum Abschluss gab es einen tollen Empfang im Aldiana-Club durch den Rallye-begeisterten Clubchef Philippe Amstutz mit Musik, einem reichhaltigen Buffet sowie einer anschließenden Beachparty mit weiterhin kostenlosen Getränken.

- Die Stimmung unter den insgesamt 140 Mitwirkenden war toll, trotz Freibier gab es keinen Alkoholmissbrauch. Es gab einen starken Zusammenhalt und jeder war für den anderen da.

 

Fazit: Dies war eine rundum gelungene Amateur-Rallye und das alles für einen Gesamtpreis von € 2900,00.........

Für mich persönlich finde ich zum jetzigen Zeitpunkt “kein Haar in der Suppe.“

Doch eines habe ich noch gefunden, und zwar die Farbe der 2 T-Shirts und 2 Poloshirts für jeden Teilnehmer.

Die Farbe Schwarz ist für den Gebrauch unter der heißen Sonne Tunesiens absolut unpraktisch.
Ebenso fand ich den Rückenaufdruck des Grand-Erg-Rallye Logos sehr fest und steif.
Man hatte in der Hitze das Gefühl als ob man einen Plastiksack auf dem Rücken tragen würde.

Uwe Hevert

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