Starker Auftritt für Knorr und Copilot Fröhlich
Vom 15. bis zum 18 März fand sie wieder statt, die größte Sportveranstaltung im Distrikt Pordenone, die Italian Baja 2007. Dabei zeigte sich, dass sie zudem auch zu den härtesten gehört. 66 Teams aus den unterschiedlichsten Nationen nahmen an dem Rennen Teil, nur 38 konnten das Ziel erreichen. Auch eines der zwei deutschen Teams bekam die harten Bedingungen de Rallye zu spüren. Jens Winkelhock und Jürgen Mayer im ORC-Mercesdes ML Evo 1 mussten wegen eines Schadens an der Radaufhängung am zweiten Tag das Rennen aufgeben. Besser lief es da gegen für Sven Knorr und Thorsten Fröhlich (Maxdata-Mercedes ML350), die am Ende einen sehr guten 8. Platz erreichen konnten. Sieger der diesjährigen Baja ist überraschend das russische Team um Boris Gadasin und Alexander Mironenko (Nissan), die mit einem Vorsprung von 5.30 Minuten die Ungarn Sandor Kis/Peter Scegledi hinter sich ließen. Den dritten Platz belegten Alexandro und Pedro Joa Re aus Portugal mit einem Rückstand von 10.55 Minuten.
Obwohl von den Veranstaltern eine von Fels und Geröll befreite Piste in Aussicht gestellt wurde, sahen sich die Fahrer denkbar ungünstigsten Bedingungen gegenüber. Steine und bis zu zwei Meter tiefe Schlaglöcher zeichnete für eine Vielzahl von Ausfällen und Motorprobleme verantwortlich. Größte Schwierigkeit bereitete den Fahrern allerdings ein vermeintlich ausgetrocknetes Flussbett. Bauarbeiter hatten zu Wartungsarbeiten in der Nähe von Friaul eine Schleuse am Staudamm geöffnet, wodurch die Piste überflutet wurde und sich riesige Wasserläufe gebildet hatten. Erst am Abend ist es gelungen, die Flutung zu stoppen.
Tragischer Verlierer des Rennens war Vorjahressieger Marc Roura Blasques, der mit dem Nissan Navara an den Start ging. Der Spanier und sein Beifahrer Manuel Navaro, die den Prolog in Castel d’Aviano für sich entscheiden konnten, lagen lange in Führung, bis sie am Finaltag kurz vor dem Ziel wegen eines Schadens an der Hinterachse Führung und Sieg den Russen Gadasin/Mirenko abgeben mussten. Nicht besser erging dem Topfavoriten Josef Sykora, dessen Mitsubishi Pajera bereits am Samstag die schwierige Strecke zu spüren bekommen hatte. Der Slowake schied bereits in der zweiten runde aus, weil harte Schläge sein Fahrwerk zerstörte.
Ebenfalls am Samstag schieden das ORC-Team Winkelhock/Mayer aus - und das, obwohl die Deutschen sich bis dahin gut bewährt hatten. Fünf Kilometer vor dem Ziel der ersten Etappe ist an ihrem Wagen der Felgenadapter und somit das ganze Rad abgerissen. „Wir haben einen Stein getroffen“, so der Kommentar Winkelhocks.
Mehr Glück hatte dagegen das zweite Deutsche Team Knorr/Fröhlich. Nach einem starken Auftritt während des gesamten Rennens, in dem sie sich zwischenzeitlich sogar unter den besten 5 bewegten, landeten sie am Ende auf Platz 8, knapp hinter dem Japaner und Italian Bja Gewinner 1999 Kenjiro Shinozuka. „Wir freuen uns wahnsinnig für diese gute Position.“ berichtet der glückliche Sven Knorr nach dem Rennen, „mit minimalem Aufwand hat es unser Criog-Team bis in die Top 10 geschafft. Mit diesem Ergebnis hätten wir nie gerechnet.“
Gesamtergebnis